Kleine Tiere zum Schlachten

Lange hat es gedauert, aber nun ist sie fertig: unsere Anthologie Kleine Tiere zum Schlachten. Neue Gedichte aus Griechenland. Sie stellt 29 griechische Dichter*innen mit jeweils zwei Gedichten in Übersetzung vor. Wie vielfältig und reichhaltig die neue griechische Dichterszene ist und welche Breite an Themen sie bearbeitet, zeigt dieses Buch. Auf der einen Seite behandelt sie die finanzielle und gesellschaftliche Krise, auf der anderen Seite ist aber auch ein ästhetischer Aufbruch zu spüren, eine Erneuerung, die sowohl Traditionslinien wie neue Sprech-/Schreibweisen vereinigt.

Mit Gedichten von Dimitris Allos, Vassilis Amanatidis, Orfeas Apergis, Iana Boukova, Thodoris Chiotis, Nikos Erinakis, Phoebe Giannisi, Anna Griva, Giorgos Hantzis, Katerina Iliopoulou, Panayotis Ioannidis, Jazra Khaleed, Patricia Kolaiti, Tonia Kosmadaki, Dimitra Kotoula, Christos Koukis, Dimitris Leontzakos, Pavlina Marvin, Dimitris Melicertes, Iordanis Papadopoulos, Dimitris Petrou, Eleni Philippou, Stamatis Polenakis, Thodoris Rakopoulos, Lenia Safiropoulou, Kiriakos Sifiltzoglou, Danae Sioziou, Yannis Stiggas und Maria Topali.

Herausgegeben und übersetzt von Wassiliki Knithaki und Adrian Kasnitz. Mit Gast-Übersetzungen von Marina Agathangelidou, Christina Borkenhagen, Rainer Maria Gassen, Dirk Uwe Hansen, Jorgos Kartakis, Elena Pallantza / LEXIS, Michaela Prinzinger, Lenia Safiropoulou und Maria Topali.

Erschienen in der parasitenpresse, wo sie auch erworben werden kann.

Kleine Tiere zum Schlachten. Neue Gedichte aus Griechenland, hg. v. Wassiliki Knithaki und Adrian Kasnitz, 116 Seiten, 15,- €

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Ehrenfeld, nicht Venedig

Eine ganze Weile ist es her, dass der Ehrenfelder Arzt und Schriftsteller Peter Rosenthal mich um Ehrenfeld-Texte bat. Jetzt endlich ist das Kölner Stadtteil-Buch unter dem Titel Venedig ist auch nicht viel größer als Ehrenfeld im Verlag der Buchhandlung Walther König erschienen. Von mir sind darin das Gedicht Ein Geschäft das es nicht mehr gibt und ein kleiner Ehrenfeld-Essay (über die Marienstraße u.a.) enthalten, dazu viele Texte und Bilder von Kollegen.

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Perspektive auf klassische Musik

Für das Kölner Gürzenich-Orchester hat Herr K. zwölf Texte für die zwölf Symphonie-Konzerte der Saison 2017/18 geschrieben. Die Saison begann im Oktober mit Ligeti und Bruckner. Zu lesen sind die Texte immer in den Programmheften. Also Augen und Ohren auf beim nächsten Besuch in der Philharmonie.

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Köln Alexanderplatz

„Seine Kreuzung könnte auch in Springfield aus der Simpsons-Folge 22 Short Films about Springfield stehen, in der sich nicht nur die Geschichten der Bewohner der amerikanischen Kleinstadt kreuzen, sondern in der auch immer wieder non-lineare Erzählungen referenziert werden“, schreibt Christian Werthschulte in einer Besprechung von Bessermann für die StadtRevue. „Denn Kasnitz legt nicht nur mit seiner Erzählperspektive Fährten aus, sondern auch durch Details im Text. Für deren Entschlüsselung kann ein breites Pop-Wissen nicht schaden.“

 

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Westeuropäisches Psychopanorama

„Die Struktur dieses ungewöhnlich konstruierten, fesselnden Romans ist episodisch“, schreibt Max Graff über Bessermann in einer Besprechung für das Luxemburger Tageblatt. „Die einzelnen Abschnitte sind meist kurz, und die schnellen Perspektivwechsel erlauben es dem Erzähler, ein bruchstückhaftes Psychopanorama einer modernen westeuropäischen Gesellschaft zu entwerfen. […] Der betont nüchterne Stil, die realtiv schmucklose, aber eindringliche Sprache und der bisweilen melancholische Ton erinnern dabei an zeitgenössische Erzähler wie Clemens Meyer.“

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Nebengeschichten (1)

In seinem Schrank bewahrt Bessermann Stiefel auf, die ihn auf seinen Reisen als Kriegsreporter begleitet haben. Es sind klobige, robuste Dinger der Marke Magnum. Um sie einzulaufen, hatte er Runden durch das Naturschutzgebiet Höltigbaum gemacht, östlich von Hamburg, wo er damals gelebt hatte. Es ist ein altes Truppenübungsgelände, auf dem er für den Einsatz im Ausland trainierte. Jetzt benutzt er die Stiefel schon lange nicht mehr. Aber sie weggeben kann er auch nicht. Außer den Bildern in seinem Kopf sind die Stiefel das Einzige, was ihn an die Zeit in Afghanistan oder im Irak erinnert.

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All diese Splitter

„Thematisch ernst, am Puls des Heute, mit einer aufmerksamen, nicht ganz leichten Erzählkonstruktion und in einer angenehmen, sich zurücknehmenden Sprache liest sich [der Roman] sehr gut an“, schreibt Jonis Hartmann für Fixpoetry über Bessermann. Und weiter: „Kasnitz großer Kniff liegt darin, jede Szene autark zu betrachten im Verhältnis zum Ganzen. Die wie Splitter konzipierten Perspektiven aller Figuren werden abwechselnd eingenommen“.

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