Han- und Hunbeeren

In Buch, der neuen Anthologie von Ilse Kilic und Fritz Widhalm, die gerade im Fröhlichen Wohnzimmer erschienen ist, finden sich drei neue Gedichte von Herrn K., u.a. das Gedicht Kaufe Him- und Heidelbeeren, das durch eine Oslo-Reise und durch die Begegnung mit der norwegischen Sprache beeinflusst worden ist. Die Anthologie umfasst Gedichte, Collagen, Prosatexte von vielen spannenden, meist österreichischen Kolleg*innen.

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Contre le racisme

Das Gedicht Unterschied von Herr K. ist Teil der handgesetzten und traditionell gedruckten Flugschrift mit Texten gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit von Marco Kerler, die am 29. Juni und 10. Juli in Ulm vorgestellt wird (siehe Artikel in der Augsburger Allgemeinen/Neu-Ulmer-Zeitung).

Flug

Wolken überm Brüsseler Platz

Die Redaktion der studentischen Literaturzeitschrift Der Hagen, die Autorenwerkstatt an der Uni, die Open-Mike-Abende im Zapzarap (im Belgischen Viertel) und das Literatur-Atelier waren Mitte der 1990er Jahre meine ersten literarischen Stationen in Köln. Jetzt ist zum 30. Jubiläum des Literatur-Ateliers, das ich damals (ca. 1997/98) nur wenige Male besucht habe, eine von Bettina Hesse und Liane Dirks herausgegebene Anthologie erschienen. Über die Verhältnisse (Dittrich Verlag 2019) versammelt 44 Beiträge u.a. von Marcel Beyer, Norbert Hummelt, Mithu M. Sanyal, Marie T. Martin, Thorsten Krämer, Stan Lafleur und René Hamann. Von mir sind fünf neuere Gedichte ausgewählt worden, eins davon Wolken überm Brüsseler Platz, führt etwas in diese Zeit zurück.

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Grand Tour

In der großen europäischen Gedicht-Sammlung Grand Tour. Reisen durch die junge Lyrik Europas von Federico Italiano und Jan Wagner, die gerade im Hanser-Verlag erscheint, findet sich auch das Gedicht Die Füchsin von Katerina Iliopoulou, in der gemeinsamen Übersetzung von Wassiliki Knithaki und Herrn K. (aus der Griechenland-Anthologie Kleine Tiere zum Schlachten). Das freut uns natürlich sehr.

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all over heimat

All over heimat heißt eine Lyrik-Anthologie zum Thema Heimat, den die im Westfälischen verorteten Herausgeber Matthias Engels, Thomas Kade und Thorsten Trelenberg glücklicherweise möglichst weit fassen und Autor*innen aus vielen Sprachen zu Wort kommen lassen. Anders hätte ich, der keinen Ort hat oder viele, nicht hineingepasst. Mal bin ich Kölner, mal Sauerländer, mal Ermländer, mal repräsentiere ich nichts. Die zwei von den Herausgebern ausgewählten Texte führen in den Märkischen Kreis und nach Meppen und sind den Bänden Den Tag zu langen Drähten und Schrumpfende Städte entnommen. All over heimat ist jetzt im Verlag Stories & friends erschienen.

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Syn_Energy – das Buch

Die Konferenzbeiträge des deutsch-griechischen Literatursymposiums Syn_Energy Berlin_Athens, das vergangenen Oktober in Berlin stattgefunden hat, liegen nun gedruckt vor und sind in der Lettrétage erschienen. Darin ist auch mein Vortrag Winke aus der Dystopie zur aktuellen griechischen Lyrik und zur Entstehung der Anthologie Kleine Tiere zum Schlachten zu finden.

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Kleine Tiere zum Schlachten bei WDR5

Am vergangenen Wochenende lief bei WDR5 Bücher das Gedicht Kurzfilmvon Thodoris Rakopoulos aus unserer Griechenland-Anthologie Kleine Tiere zum Schlachten. Auf der Website der Sendung kann man die dazugehörende Besprechung nachlesen. Matthias Ehlers schreibt: „Diese Sammlung zeigt Politisches, Privates und Philosophisches, die Vielfalt ist groß und der Horizont weit – von der ‚Tankstelle in der gnadenlosen Sonne mitten im Nichts‘ über den ‚Juni 1986‘ zum ‚Abschiedsgruß an Sylvia Plath‘ oder den ‚Weg zum Büdchen‘ bis zum ‚Kurzfilm‘ und bis ‚Spring doch Tod, ich fang dich auf‘: Liebe, Krieg, Europa, Armut, Verlust und Angst werden von den hier versammelten Dichterinnen und Dichtern wirkungsstark und sprachlich überzeugend in Verse gepackt.“ Sein Fazit fällt sehr positiv aus: „Aus vielen möglichen Blickwinkeln und in diversen Tonlagen erzählen hier junge griechische Dichterinnen und Dichter von sich und der Welt, die sie umgibt. Sie erzählen poetisch, prägnant, lakonisch, engagiert und können intellektuell und emotional berühren. Sehr zu empfehlen, Jamas!“

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Aus Mangel an Beweisen

Lyrik-Anthologien, die eine Bestandsaufnahme einer Generation, einer Zeit oder eines Stils versuchen, laufen immer Gefahr zu sehr die eigenen Vorlieben abzubilden. Auch fehlen immer wieder wichtige Stimmen, Namen, Texte. Je fanbook-artiger das Buch, desto größer die Lücken. Umso erfreulicher ist der Band Aus Mangel an Beweisen. Deutsche Lyrik 2008-2018 (hg. von Michael Braun und Hans Thill, Verlag Das Wunderhorn, 320 Seiten), der jetzt erschienen ist und fast 200 Dichter*innen versammelt. Von Herrn K. ist das Gedicht Haut aus dem Band Glückliche Niederlagen enthalten.

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Das Gesicht und sein Double

Seit ein paar Jahren reist der Jenenser Photograph Dirk Skiba durch die literarische Welt und photographiert Dichterinnen und Dichter. Daraus hervorgegangen ist das Buch Das Gedicht & sein Double, das jetzt in der Edition Azur in Dresden erschienen ist. 100 Portaits sind 100 Gedichten gegenübergestellt. Auch das Gesicht von Herrn K. ist darunter zu finden und sein Gedicht Neununddreißig aus dem Kalendarium #1.

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Kleine Tiere zum Schlachten

Lange hat es gedauert, aber nun ist sie fertig: unsere Anthologie Kleine Tiere zum Schlachten. Neue Gedichte aus Griechenland. Sie stellt 29 griechische Dichter*innen mit jeweils zwei Gedichten in Übersetzung vor. Wie vielfältig und reichhaltig die neue griechische Dichterszene ist und welche Breite an Themen sie bearbeitet, zeigt dieses Buch. Auf der einen Seite behandelt sie die finanzielle und gesellschaftliche Krise, auf der anderen Seite ist aber auch ein ästhetischer Aufbruch zu spüren, eine Erneuerung, die sowohl Traditionslinien wie neue Sprech-/Schreibweisen vereinigt.

Mit Gedichten von Dimitris Allos, Vassilis Amanatidis, Orfeas Apergis, Iana Boukova, Thodoris Chiotis, Nikos Erinakis, Phoebe Giannisi, Anna Griva, Giorgos Hantzis, Katerina Iliopoulou, Panayotis Ioannidis, Jazra Khaleed, Patricia Kolaiti, Tonia Kosmadaki, Dimitra Kotoula, Christos Koukis, Dimitris Leontzakos, Pavlina Marvin, Dimitris Melicertes, Iordanis Papadopoulos, Dimitris Petrou, Eleni Philippou, Stamatis Polenakis, Thodoris Rakopoulos, Lenia Safiropoulou, Kiriakos Sifiltzoglou, Danae Sioziou, Yannis Stiggas und Maria Topali.

Herausgegeben und übersetzt von Wassiliki Knithaki und Adrian Kasnitz. Mit Gast-Übersetzungen von Marina Agathangelidou, Christina Borkenhagen, Rainer Maria Gassen, Dirk Uwe Hansen, Jorgos Kartakis, Elena Pallantza / LEXIS, Michaela Prinzinger, Lenia Safiropoulou und Maria Topali.

Erschienen in der parasitenpresse, wo sie auch erworben werden kann.

Kleine Tiere zum Schlachten. Neue Gedichte aus Griechenland, hg. v. Wassiliki Knithaki und Adrian Kasnitz, 116 Seiten, 15,- €

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