Kliteratur (1/2018)

Nachdem Herr K. nun schon länger keine Beiträge mehr in Literaturzeitschriften veröffentlicht hat, wurde es Zeit, dies zu ändern. In der ganz frischen und neuen Kölner Literaturzeitschrift Kliteratur ist nun das kurze Prosastück Mäuerchen erschienen. Die erste Ausgabe der Zeitschrift widmet sich, großspurigwie sie daherkommt, auch gleich dem Thema „Gott“ und versammelt Lyrik, Prosa und Kunst ganz unterschiedlicher oft junger Autor*innen (wenn es sich um Originalbeiträge handelt).

Die Liste der Kölner Literaturzeitschriften (seit den 90er Jahren) ist nicht ewig lang, aber ein paar meist kurzlebige oder (sehr) unregelmäßig erscheinende Magazine gab und gibt es schon. An Der Hagen und :Kolon war Herr K. als Redaktionsmitglied oder Herausgeber mitbeteiligt, an manchen anderen als Autor. Ehrenfelder, um[laut], sprachgebunden, schliff, freio, booksports, Matices, westtext u.a. (was fehlt?) – alle mit sehr unterschiedlichen Ansätzen, die meisten gedruckt, manche nur/auch online verfügbar. Und auch der finanzielle Hintergrund ist sehr verschieden und reicht vom Ein-Frau-Blatt bis zu von der Stadt oder der Universität finanzierten Projekten. Der Kliteratur, die halbjährlich erscheinen möchte, sei Ausdauer und Glück gegönnt. Weitere Infos finden sich hier.

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Zufußgehende

Als Beitrag zur Avenidas-Debatte bringt Der Freitag eine Gedichtserie an Fassaden, darunter auch das Gedicht Zufußgehende, das – thematisch ein wenig utopistisch – versucht, geschlechtergerechte Sprache zu reflektieren.

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Ehrenfeld, nicht Venedig

Eine ganze Weile ist es her, dass der Ehrenfelder Arzt und Schriftsteller Peter Rosenthal mich um Ehrenfeld-Texte bat. Jetzt endlich ist das Kölner Stadtteil-Buch unter dem Titel Venedig ist auch nicht viel größer als Ehrenfeld im Verlag der Buchhandlung Walther König erschienen. Von mir sind darin das Gedicht Ein Geschäft das es nicht mehr gibt und ein kleiner Ehrenfeld-Essay (über die Marienstraße u.a.) enthalten, dazu viele Texte und Bilder von Kollegen.

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Neues Jahr, neue Texte

Zum neuen Jahr ist in der Wiener Edition Das fröhliche Wohnzimmer eine Lyrik-Anthologie erschienen, die einen Wunsch im Titel trägt: Eine andere Welt ist möglich. Der Herausgeber Fritz Widhalm bat die Dichter+innen um mindestens drei Gedichte in unterschiedlichen Gedichtformen. Vom Akrostichon bis zum Zahlengedicht waren zehn verschiedene Herangehensweisen, ein Gedicht zu schreiben, erlaubt. Herausgekommen ist eine schöne Sammlung ungleicher Gedichte (wie der Untertitel sie nennt) mit drei neuen Beiträgen von Herrn K.

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Poesiefilme

Auf der Seite des Instituts Bild.Medien der Peter Behrens School of Arts Düsseldorf können nun alle Poesiefilme angeschaut werden, die die Studierenden im Sommersemester 2016 unter der Leitung von Rainer Nachtwey und Kathrin Tillmanns nach Texten von Herrn K. erstellt haben. Die Filme stammen von Lisa C. Heldmann, Sha Lu, Meike Langenberg, Ekatherini Tsepou, Dimitry Schmidt und Andrea Sigrist. Hier geht es zum Link.

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Zebra Poetry Film Festival

Am kommenden Wochenende (27.-30. Oktober 2016) findet im Schloßtheater Münster das Zebra Poetry Film Festival statt. Schon in vergangenen Jahren liefen beim „Zebra“ Poesiefilme, die nach Texten von Herrn K. entstanden sind. Diesmal laufen gleich sieben Kurzfilme – nach Gedichten aus den Bänden Glückliche Niederlagen und Kalendarium. Bei der Eröffnung am 27.10. wird Cologne von Dimitry Schmidt als einziger deutscher Beitrag gezeigt. Im NRW-Wettbewerb ist Einkaufen mit Andreas Gursky von Sha Lu am Start. Im Programm Prisma: Poetry Generation laufen dann Tango wohl nicht von Lisa C. Heldmann, Celina von Meike Langenberg, Badesee von Ekatherini Tsepou, Cologne von Dimitry Schmidt, Die ankommende S von Sha Lu und Blumen aus dem Müll von Andrea Sigrist. Entstanden sind alle Beiträge im vergangenen Sommersemester an der Peter Behrends School of Arts in Düsseldorf. Das gesamt Programm findet sich hier.

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Filmstill by Sha Lu: Einkaufen mit Andreas Gursky

 

Alternativlos: Flüchtling

Eine Sondernummer der österreichischen Literaturzeischrift Triëdere beschäftingt sich mit dem Sprechen über Flüchtlinge. „Menschen sind auf der Flucht. Das öffentliche Sprechen über Vertriebene, Geflohene oder Flüchtlinge erfährt in den vergangenen Monaten der sogenannten ‚Flüchtlingskrise‘ eine immer deutlichere abwertende Färbung: In der medialen Berichterstattung und dem politischen Diskurs werden wie selbstverständlich Metaphern bedient, die sich an Naturkatastrophen (Wellen, Ströme, …) oder militärischen Freund-Feind-Schemata (‚Festung Europa‘) orientieren. Diese Bilder sind dabei alles andere als harmlos: vielmehr wirken sie mit an der affektgeladenen Konstruktion einer Wirklichkeit, in der irrationale, doch vermeintlich ‚berechtigte‘ Ängste schwerer wiegen als Menschenrechte und Solidarität“, schreiben die Herausgeber. Mehr als 30 Beiträge hat die Sondernummer, zu der Herr K. die Gedichte am zaun von melilla (aus dem Band innere sicherheit von 2006) und Zunächst unklar steht vor der Tür beigesteuert hat. Letzterer Text ist extra für Triëdere entstanden und benutzt Begriffe der Floskelwolke, einem medien- und sprachkritischen Webprojekt, das täglich Phrasen in den deutschsprachigen Nachrichten analysiert. Der Erlös aus dem Verkauf wird übrigens zur Unterstützung von ehrenamtlichen Deutschkursen verwendet.

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Ausstellung in Wien

Vorfreude auf die erste Ausstellung! Die polas, die zum Kalendarium entstanden sind und entstehen, gehen einen eigenen Weg und werden erstmals in Wien bei der Gruppenausstellung Raumschiff Raumfisch gezeigt.

Bei der Vernissage am 10. September 2015 im Amerlinghaus (Galerie) gibt es eine Lesung (auch aus dem Kalendarium) sowie Performances und Filmvorführungen. Die Ausstellung selbst geht bis zum 19. September.

Weitere Teilnehmer sind Andrea Zámbori, Andrea Knabl, jopa jotakin und united queendoms, Moderation: Günter Vallaster.

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Schreibperformance im Museum Ludwig

Zwei Fotos zeigen die Schreibperformace, die Herr K. im Auftrag von Pierre Huyghe im Museum Ludwig ausführte. Der am Eröffnungsabend entstandene Text ist nun Bestanteil der Ausstellung, die bis zum 13. Juli in Köln zu sehen ist. Der Dank für die Fotos gilt Matthias Schmidt und Daniel Hunke.

© Matthias Schmidt
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© Daniel Hunke
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