Literatur aus Kalk

Zwei neue Publikationen aus Köln-Kalk sind mit Beiträgen von Herrn K. erschienen. Im Kalk Alphabet, für das Jonas Linnebank 26 Texte zum rechtsrheinischen Stadtteil gesammelt hat und das nun in der parasitenpresse erschienen ist, ist der kurze Prosatext Dieselstraße enthalten. In der aktuellen und fünften Ausgabe der Kölner Literaturzeitschrift KLiteratur sind drei Gedichte aus dem Band Wilde Tiere von Krišjānis Zeļģis in der Übersetzung von Herrn K. abgedruckt.

Krišjānis Zeļģis: Wilde Tiere

Nach den Übersetzungen für die Anthologien Kleine Tiere zum Schlachten und Was es bedeuten soll, hat Herr K. in den vergangenen Monaten den Gedichtband Wilde Tiere des lettischen Dichters Krišjānis Zeļģis übersetzt, der jetzt in der parasitenpresse erscheint. Die Texte sind kleine unterkühlte Beobachtungen des Alltags oder von Beziehungsszenen, die immer wieder einen schönen Plot Twist haben.

Cover Zelgis

Kater

Das Gedicht Kater (aus dem Band Kalendarium #5) lief als dreisprachiger Poesieclip beim virtuellen Poesiefestival Poezijos tiltai in Vilnius mit litauischer und polnischer Übersetzung (von Dominykas Norkūnas und Paweł Krupka).

Jahrbuch der Lyrik 2020

Im von Christoph Buchwald und Dagmara Kraus herausgegebenen Jahrbuch der Lyrik 2020 findet sich das Gedicht Traum von Istanbul von Herrn K. und natürlich viele andere gute Gedichte. Traum von Istanbul wurde auch schon ins Griechische übersetzt, eine Übersetzung ins Türkische fehlt leider noch. Das türkise Jahrbuch erscheint Anfang März bei Schöffling. „Jeder hat eine eigene Sprache in einem Traum.“

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Eine eigene Sprache

„Der Band versammelt 13 Stimmen von teils hebräisch, teils deutsch dichtenden, größtenteils jüngeren Lyriker*innen, die hierzulande bis dato kaum wahrgenommen werden. Dankbar darf man dem Herausgeberduo dafür sein. Ihr Band macht ein wenig vertrauter mit noch wenig bekannten Stimmen und ermöglicht zudem eine Teilhabe an dem ‚Wunder, dass die jüdische und hebräische Kultur in Europa heute wieder pulsiert’“, schreibt Beate Tröger über die von Gundula Schiffer und Herr K. herausgegebene und übersetzte hebräische Anthologie Was es bedeuten soll in der aktuellen Ausgabe des Freitag.

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Was es bedeuten soll. Neue hebräische Dichtung in Deutschland

Dass die jüdische und hebräische Kultur heute in Deutschland und Europa wieder pulsiert, ist ein Wunder. Ein Wunder, um das man sich kümmern muss. Tatsächlich schließt sich heute der Kreis und die modernhebräische Literatur kehrt dorthin zurück, wo sie gegen Mitte des 19. Jahrhunderts begann. Vornehmlich in osteuropäischen Metropolen wie Kaunas, Warschau oder Odessa, aber auch im Westen, etwa in Paris und London wirkten damals die ersten modernhebräischen Schriftsteller, bevor sich diese Zentren mit der Staatsgründung nach Tel Aviv und Jerusalem verschoben. Aktuell liegt eines ihrer Hauptzentren wieder in Berlin; Hebräisch versteht sich hier als diasporische und kosmopolitische Sprache, eingewoben in ein transnationales, ja weltumspannendes literarisches Netz. Die hier versammelten Gedichte wurden allesamt in Deutschland verfasst und bisher nicht ins Deutsche übersetzt; bei den meisten handelt es sich auch im Original um bisher unveröffentlichte Texte.

Die von Gundula Schiffer und Adrian Kasnitz aus dem Hebräischen übersetzte und herausgegebene Anthologie versammelt Texte von Ronen Altman Kaydar, Yael Dean Ben-Ivri, Tomer Dotan-Dreyfus, Asaf Dvori, Yemima Hadad, Zahava Khalfa, Admiel Kosman, Maya Kuperman, Tali Okavi, Loulou Omer, Gundula Schiffer, Mati Shemoelof und Michal Zamir. Die Cover-Zeichnung stammt übrigens von der israelischen, in Köln lebenden Zeichnerin Noam Weiner.

Das Buch wird am 11. Februar 2020 im Literaturklub Köln und am 14. Februar in der Lettrétage Berlin vorgestellt.

Was es bedeuten soll. Neue hebräische Dichtung in Deutschland, herausgegeben und aus dem Hebräischen übersetzt von Gundula Schiffer und Adrian Kasnitz, 136 Seiten, Preis: 15,- € – und erscheint heute in der parasitenpresse.  

 

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Pierre Huyghe hired me

Pierre Huyghe hired me (to write this text) entstand als Schreibperformance während der Ausstellung von Pierre Huyghe im Museum Ludwig (2014). Herr K. beobachtete als von Pierre Huyghe inszenierter Schriftsteller die Ausstellungseröffnung und schrieb einen Text. Seite um Seite wurde der Text an dem Abend ausgedruckt und in die Ausstellung integriert. Jetzt liegt er in einer zweisprachigen Ausgabe (english/deutsch) in der parasitenpresse vor und erscheint als Sonderdruck zur Cologne Art Book Fair. Die Übertragung ins Englische besorgte Catherine Hales.

Adrian Kasnitz: Pierre Huyghe hired me (to write this text), english / deutsch, 40 pages / Seiten, Preis: 10,- € – ab sofort lieferbar / already available

Cover Kasnitz Pierre Huyghe

Requiem für Homs

In der neuen Ausgabe der Kölner Literaturzeitschrift KLiteratur (3/2019) findet sich der erste Teil des Langgedichts Requiem für Homs des griechischen Dichters Jazra Khaleed. Übersetzt wurde der Text von Herrn K. Daneben enthält das neue Heft viele gute Beiträge zum Thema „Austeilen“. Wie immer eine Empfehlung!

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Скелет – auf Mazedonisch

Das Gedicht Skelett aus dem Band Glückliche Niederlagen ist nun in der Übersetzung von Elizabeta Lindner auf Mazedonisch erschienen und damit in einer Sprache mehr. Nachlesen kann man es bei SlovoKult.

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