Poetry/Film – das Buch

In Zusammenarbeit mit der Kunsthochschule für Medien sind in den vergangenen Jahren mehrere Poetryfilme entstanden, die beim Zebra Poetry Film Festival und anderen europäischen Filmtagen gezeigt worden sind. Das von Andreas Altenhoff und Sonja Hofmann nun herausgegebene Buch poetry/film stellt die Filme und die Gedichte vor, auf denen die Filme basieren. Neben den Gedichten Haltestelle im März, Le pas du chat noir, Tunis und Kanadagänse ist dort auch der kleine Essay Staunen, Übersetzen, Übertreten von Herrn K. zu den Filmen [Le pas du chat noir] von Judith Röder, [Tunis] von Lia Sáile und hausen von Quimu Casalprim (nach dem Gedicht von Christoph Wenzel) nachzulesen. Auch die Gedichte der Kolleg*innen (Kathrin Bach, Dominik Dombrowski, Simone Scharbert und Bastian Schneider), die Herr K. den Studierenden der KHM (2018) vorstellte, sind hier enthalten. Das Buch ist jetzt im Lilienfeld Verlag erschienen.

87D2109A-B673-403F-B980-5913080A2C7A

 

Rolf Dieter Brinkmann zum 80.

rdb80

komm ein stück mit durch die richard-wagner-straße
bis zu der brücke wo es nach taube riecht

setz dich eine weile ins licht am künstlichen teich
den sie hier anders nennen

mit aussicht auf sülz, melaten

*

Als Hommage-Gedicht ist rdb80 von Herrn K. für den Blog brinkmann-wildgefleckt.de von Roberto Di Bella entstanden. Noch viele weitere Geburtstagsgrüße sind dort zu finden. Ein Besuch lohnt.

Dieter-Wellershoff-Stipendium für Herrn K.

Herr K. erhält eins der beiden Dieter-Wellershoff-Stipendien des Literaturhauses Köln für das Jahr 2020. Gefördert wird damit die Arbeit am dritten Roman mit dem Arbeitstitel Der Schatten. Die Jury begründete so ihre Entscheidung: „Als der Vater im Sterben liegt, wird der Erzähler mit einer Zeit und Welt konfrontiert, die er gründlich hinter sich gelassen zu haben wähnte: das mühevolle Aufwachsen auf einem abgelegenen Hof in Masuren, die ersten Schritte in ein anderes, eigenes Leben am Rand einer mittelgroßen Stadt in Nordrhein-Westfalen, die zunehmend konfliktbehaftete Beziehung zu seiner Familie. Adrian Kasnitz‘ Text erzählt von der Bedeutung der Herkunft, von Abschied und Aufbruch, Fremdsein und Identität – voll spannungsvoller Ruhe, sinnlicher Intensität und zarter Archaik.“

Kasnitz by Skiba 3

Jahrbuch der Lyrik 2020

Im von Christoph Buchwald und Dagmara Kraus herausgegebenen Jahrbuch der Lyrik 2020 findet sich das Gedicht Traum von Istanbul von Herrn K. und natürlich viele andere gute Gedichte. Traum von Istanbul wurde auch schon ins Griechische übersetzt, eine Übersetzung ins Türkische fehlt leider noch. Das türkise Jahrbuch erscheint Anfang März bei Schöffling. „Jeder hat eine eigene Sprache in einem Traum.“

0D00CFCC-E302-440B-9078-2C277AADBBCC

Lyrik einer jungen Diaspora

Über unsere hebräische Anthologie Was es bedeuten soll und unsere Berliner Release-Lesung in der Lettrétage berichtet Ralf Balke von der Jüdischen Allgemeinen. „… in den vergangenen Jahren zog es zahlreiche Israelis ins Ausland. Vor allem in Berlin ist eine äußerst kreative und vielfältige israelische Szene entstanden. Man lebt zwar in Deutschland, spricht häufig auch mittlerweile die Sprache, aber schreibt weiterhin auf Hebräisch. Eine quasi eigenständige Stilrichtung konnte sich so weltweit herauskristallisieren, das »Ivrit Diasporit«, zu Deutsch: das Hebräisch der Diaspora. ‚Das führt natürlich zu der Frage, wie man eine Literatur am Leben erhält und weiterentwickeln kann, wenn man als Israeli in einem anderen Land lebt‘, sagt Schiffer.“

Wie sehr die Erfahrungen von Diaspora und Migration in das Schreiben einfließen, erzählt auch Maya Kuperman: „Migration ist eine sehr nachhaltige Erfahrung, die einer der zentralen Gegenstände meiner Texte geworden ist, seit ich hier lebe.“

„‚Mit unserer Anthologie wollen wir auch eine Literaturszene für deutsche Leser, die kein Hebräisch sprechen, sichtbar machen‘, bringt Kasnitz die Motive dahinter auf den Punkt.“

Fazit der Jüdischen Allgemeinen: „Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag dazu, der hebräischen Lyrik in Deutschland Aufmerksamkeit zu verschaffen.“ Der ganze Beitrag kann hier nachgelesen werden.

Cover Hebrew4

Eine eigene Sprache

„Der Band versammelt 13 Stimmen von teils hebräisch, teils deutsch dichtenden, größtenteils jüngeren Lyriker*innen, die hierzulande bis dato kaum wahrgenommen werden. Dankbar darf man dem Herausgeberduo dafür sein. Ihr Band macht ein wenig vertrauter mit noch wenig bekannten Stimmen und ermöglicht zudem eine Teilhabe an dem ‚Wunder, dass die jüdische und hebräische Kultur in Europa heute wieder pulsiert’“, schreibt Beate Tröger über die von Gundula Schiffer und Herr K. herausgegebene und übersetzte hebräische Anthologie Was es bedeuten soll in der aktuellen Ausgabe des Freitag.

Cover Hebrew4

Nachts nicht weit von wo

In der Anthologie Nachts nicht weit von wo, die von Peter Rosenthal im Kölner Weissmann Verlag herausgegeben wurde, sind mit Städtisches Schlaflied, Nach dem Konzert, Nichts ist die Nacht, Celina und Taxi fünf teilweise erstmals veröffentlichte Nacht-Gedichte von Herrn K. enthalten. Das Buch, das jetzt erschienen ist, ist reich bebildert. Das Foto zu Celina stammt beispielsweise vom iranischen, in Köln lebenden Fotografen Adel Naseri.

AB27E8B5-A631-4041-A994-97A327E6DFF1

Literaturklub bei Bücheratlas

Martin Oehlen war mit seinem Literatur-Blog Bücheratlas zu Gast im Literaturklub und berichtet über den Abend mit Christoph Danne, Arnold Maxwill, Hendrik Liersch und Herrn K. sowie den Verlagen Corvinus Presse und parasitenpresse.

79194444_2479901878922120_1854001927004618752_n