Wolken überm Brüsseler Platz

Die Redaktion der studentischen Literaturzeitschrift Der Hagen, die Autorenwerkstatt an der Uni, die Open-Mike-Abende im Zapzarap (im Belgischen Viertel) und das Literatur-Atelier waren Mitte der 1990er Jahre meine ersten literarischen Stationen in Köln. Jetzt ist zum 30. Jubiläum des Literatur-Ateliers, das ich damals (ca. 1997/98) nur wenige Male besucht habe, eine von Bettina Hesse und Liane Dirks herausgegebene Anthologie erschienen. Über die Verhältnisse (Dittrich Verlag 2019) versammelt 44 Beiträge u.a. von Marcel Beyer, Norbert Hummelt, Mithu M. Sanyal, Marie T. Martin, Thorsten Krämer, Stan Lafleur und René Hamann. Von mir sind fünf neuere Gedichte ausgewählt worden, eins davon Wolken überm Brüsseler Platz, führt etwas in diese Zeit zurück.

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Aus Mangel an Beweisen

Lyrik-Anthologien, die eine Bestandsaufnahme einer Generation, einer Zeit oder eines Stils versuchen, laufen immer Gefahr zu sehr die eigenen Vorlieben abzubilden. Auch fehlen immer wieder wichtige Stimmen, Namen, Texte. Je fanbook-artiger das Buch, desto größer die Lücken. Umso erfreulicher ist der Band Aus Mangel an Beweisen. Deutsche Lyrik 2008-2018 (hg. von Michael Braun und Hans Thill, Verlag Das Wunderhorn, 320 Seiten), der jetzt erschienen ist und fast 200 Dichter*innen versammelt. Von Herrn K. ist das Gedicht Haut aus dem Band Glückliche Niederlagen enthalten.

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