Auf der Leipziger Buchmesse (2018)

Herr K. ist auf der Leipziger Buchmesse mit dem Roman Bessermann, dem Gedichtband Kalendarium #4 und er Griechenland-Anthologie Kleine Tiere zum Schlachten unterwegs und liest an folgenden Orten:

15. März 2018, Bessermann, Lange Leipziger Lesenacht, Moritzbastei, Universitätsstr. 9, 23 Uhr (gemeinsam mit Daniel Ketteler und Crauss)

15. März 2018, Kleine Tiere zum Schlachten, Lyrikbuchhandlung, Kunstraum D21, Demmeringstr. 21, 24 Uhr (gemeinsam mit Elena Pallantza)

16. März 2018, Moderation, Books and beers – Verlagslesung der parasitenpresse, Textat, Erich-Zeigner-Allee 64, 20 Uhr

16. März 2018, Bessermann, UV-Lesung, Lindenfels Westflügel, Hähnelstr., 23 Uhr

17. März 2018, Kalendarium #4, Teil der Bewegung, Hochschule für Graphik und Buchkunst, Wächterstr. 11, 20 Uhr

Und wer nicht nach Leipzig kommen kann, dem sei die Lesung in Köln empfohlen:

20. März 2018, Literaturklub: Städte und Gärten mit Adrian Kasnitz und Bastian Schneider, Theater die wohngemeinschaft, Richard-Wagner-Str. 39, 20 Uhr

 

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Leiche und Krüppel

In einer ausführlichen Besprechung beschäftigt sich Patrick Wilden in der aktuellen Ausgabe der Dresdner Literaturzeitschrift Ostragehege (1/2018) mit dem Roman Bessermann. „Es gibt regelrechte Action-Szene“ schreibt er, wenn  er den Spuren der einzelnen Figuren nachgeht. Zurecht bemerkt er, wie sich die einzelnen Figuren im der Hauptfigur spiegeln. Die Gewalt zieht sich durch alle Generationen.

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Köln Alexanderplatz

„Seine Kreuzung könnte auch in Springfield aus der Simpsons-Folge 22 Short Films about Springfield stehen, in der sich nicht nur die Geschichten der Bewohner der amerikanischen Kleinstadt kreuzen, sondern in der auch immer wieder non-lineare Erzählungen referenziert werden“, schreibt Christian Werthschulte in einer Besprechung von Bessermann für die StadtRevue. „Denn Kasnitz legt nicht nur mit seiner Erzählperspektive Fährten aus, sondern auch durch Details im Text. Für deren Entschlüsselung kann ein breites Pop-Wissen nicht schaden.“

 

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Westeuropäisches Psychopanorama

„Die Struktur dieses ungewöhnlich konstruierten, fesselnden Romans ist episodisch“, schreibt Max Graff über Bessermann in einer Besprechung für das Luxemburger Tageblatt. „Die einzelnen Abschnitte sind meist kurz, und die schnellen Perspektivwechsel erlauben es dem Erzähler, ein bruchstückhaftes Psychopanorama einer modernen westeuropäischen Gesellschaft zu entwerfen. […] Der betont nüchterne Stil, die realtiv schmucklose, aber eindringliche Sprache und der bisweilen melancholische Ton erinnern dabei an zeitgenössische Erzähler wie Clemens Meyer.“

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Nebengeschichten (1)

In seinem Schrank bewahrt Bessermann Stiefel auf, die ihn auf seinen Reisen als Kriegsreporter begleitet haben. Es sind klobige, robuste Dinger der Marke Magnum. Um sie einzulaufen, hatte er Runden durch das Naturschutzgebiet Höltigbaum gemacht, östlich von Hamburg, wo er damals gelebt hatte. Es ist ein altes Truppenübungsgelände, auf dem er für den Einsatz im Ausland trainierte. Jetzt benutzt er die Stiefel schon lange nicht mehr. Aber sie weggeben kann er auch nicht. Außer den Bildern in seinem Kopf sind die Stiefel das Einzige, was ihn an die Zeit in Afghanistan oder im Irak erinnert.

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All diese Splitter

„Thematisch ernst, am Puls des Heute, mit einer aufmerksamen, nicht ganz leichten Erzählkonstruktion und in einer angenehmen, sich zurücknehmenden Sprache liest sich [der Roman] sehr gut an“, schreibt Jonis Hartmann für Fixpoetry über Bessermann. Und weiter: „Kasnitz großer Kniff liegt darin, jede Szene autark zu betrachten im Verhältnis zum Ganzen. Die wie Splitter konzipierten Perspektiven aller Figuren werden abwechselnd eingenommen“.

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Bessermann in der Hotlist

Der Launenweber Verlag hat Bessermann ins Rennen um die Hotlist geschickt. In diesem Jahr nehmen 184 Verlage an dem Preis der unabhängigen Verlage teil. Ein mehrstufiges Verfahren führt zum Sieger. Zuerst wählt die Jury 30 Titel aus den Einsendungen aus, dann ist das Publikum dran und kann online drei Titel auf die Shortlist wählen, die übrigen sieben bestimmt die Jury. Auch wer Sieger ist bleibt Jury-Sache. Also, Herr K. würde sich zunächst einmal über einen Platz auf der Longlist freuen. Dann würde ihn der Verlag mit einem Kasten sardischen Ichnusa-Bier beglücken, dem Lieblingsbier von Laura* aus dem Roman.

(*Über weitere Nebengeschichten des Romans erfahrt ihr / erfahren Sie demnächst mehr.)

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Bessermann in WDR5 Bücher

In der Sendung Bücher auf WDR 5 ist Herr K. zu Gast und spricht über Bessermann. „Ein aufregendes und schnelles Buch, das um einen verwirrten Helden kreist und dabei auch ein Spiegel modernen Großstadtlebens ist“, meint Christoph Ohrem, der das Buch knapp zusammenfasst. Die Sendung lief am Wochenende und ist auch online nachzuhören.

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