Die gestauten Flüsse, vertont

Teil 2 des ConGenial-Projekts der GWK (Münster) und des Consol-Theaters (Gelsenkirchen), bei dem der Pianist Michael Gees zur Lesung von Adrian Kasnitz improvisiert. Lukas Zerbst hat das Ganze in Bildern eingefangen. Hier sind die Gedichte Die gestauten Flüsse, Schwimmen im Eis und Mispeln (aus den Gedichtbänden Glückliche Niederlagen und Kalendarium #6) im Youtube-Kanal zu sehen, wo man auch die weiteren Beiträge aller beteiligten Dichter:innen schauen kann.

Elk meer een zee

In der zweisprachigen Publikation Elk meer een zee / Jeder See ein Meer, die Ine Van Linthout und Stefan Wieczorek für das Kulturforum Antwerpen zusammengestellt haben, ist das Gedicht Gerhard Richter in Gent von Herrn K. enthalten, das die Anwesenheit belgischer Truppen in Lüdenscheid, die Eisenbahnstrecke von Brügge nach Brugge und eine Ausstellung des Künstlers Gerhard Richter in Gent zum Thema hat. Die Übersetzung ins Niederländische stammt von Erik De Smedt. Die Anthologie versammelt zwölf deutsche und flämische Dichter:innen, die sich in ihren Texten mit deutsch-belgischen Beziehungen auseinandersetzen. Erschienen ist der Band im Verlag Vrijdag.

Haut, vertont

Für das Projekt ConGenial der GWK (Münster) und des Consol-Theaters (Gelsenkirchen) hat der Pianist Michael Gees zur Lesung von Adrian Kasnitz improvisiert. Lukas Zerbst hat das Ganze in Bildern eingefangen. Hier sind die Gedichte Haut, Badesee, 16.12.1985 Geh und Lüttich (fade out), alle Gedichte aus: Glückliche Niederlagen, im Youtube-Kanal zu sehen, wo man auch die weiteren Beiträge aller Dichter:innen schauen kann.

Das Gedichtheft: ein Plädoyer

Über das Kalendarium #7, Notizhefte, Lyrikhefte der parasitenpresse und die Vorstellung der Anthologie Brotjobs & Literatur im Berliner Brecht-Haus schreibt Ortwin Bonfert auf seinem Spiegelungen-Blog und hält ein Plädoyer für das Gedichtheft. Den ganzen kurzen Essay kann man hier nachlesen.

Mixtape

Mixtape heißt die Anthologie von Marco Kerler und Christoph Kleinhubbert, die Texte zu Musik präsentiert. Darin enthalten ist auch Le pas du chat noir von Herrn K., das von dem gleichnamigen Stück von Anouar Brahem inspiriert ist. Übrigens ist es schon Teil 2 bzw. die B-Seite des Tapes. Erschienen bei Moloko Print.

Brotjobs & Literatur

Im Band Brotjobs & Literatur sprechen 19 Autor*innen über ihre Brotjobs oder über die finanzielle Situation, in der Literatur entsteht. Darin ist auch mein Essay Auf dem Brettchen zu finden, der von sozialer Herkunft, prekären und glücklichen Situationen, Einkünften, literaturnahen und -fernen Jobs erzählt, nicht jammernd von uns „Dichterärschen“ berichtet. Den Band haben Iuditha Balint, Julia Dathe, Kathrin Schadt und Christoph Wenzel für das Fritz-Hüser-Institut herausgegeben. Erschienen ist er im Verbrecher Verlag. Im Gegensatz zum Bahnkaffee solltet ihr euch den nicht entgehen lassen.

Lyrische Kostbarkeiten

„‚Passt Poesie in unsere Zeit?‘ (…) Adrian Kasnitz, Verfasser des Kalendarium #7, hat sich vermutlich wenig um diese Überlegungen geschert, und das ist absolut zu begrüßen. Der Autor widmet sich in seinem Langzeitprojekt, dem monatlichen Kalendarium, und hält im Inneren lyrische Kostbarkeiten bereit. Bild- und facettenreich entsteht vor uns ein Kosmos an realen und fiktiven Elementen: ‚Ein Tropfen Milch echote auf der Herdplatte und wir summten das Lied aus dem Radio nach‘ (16.07.), und fordert unsere Vorstellungskraft heraus: ‚Am Morgen setzte ich meine alte sowjetische Kamera auf den Kopf und schoss Fotos ohne einen Film‘. Kasnitz‘ Poesie passt wunderbar in unsere (von Corona-Gespenstern geplagte) Zeit, überdauert diese mitunter, sie evoziert Imaginationen in uns, die eine andere Aufmerksamkeitsspanne erfordern als beim täglichen Wischen über spiegelglatte Smartphones. Beim Eintauchen in seine lyrischen Miniaturen verlangsamte sich mein Tempo. Der Puls kehrte in den Normalstatus zurück. Seine Sprachspielereien, ‚Fenster und Schatten, Beweise für Schatten/fürs Chatten gibt es nicht‘ (29.07). – enthalten Analogien, die, metaphorisch aufgeladen, zum Fabulieren einladen, zum Weiterspinnen, und die zum Teil als Hommage für Literaten/Literatinnen wie Durs Grünbein, Friederike Mayröcker, Peter Waterhouse und andere gelesen werden können. Kalendarium #7 – ein Geschenk, welches ich dem Autor verdanke“, schreibt Cornelia Stahl in einer Besprechung in etcetera (85/2021, St. Pölten).

Literarische Selbstgespräche

Zwischen 2014 und 2020 hat die Wiener Dichterin Astrid Nischkauer literarische Selbstgepräche mit Künstler*innen geführt, ohne Fragen zu stellen. Auch ich habe ihr bei einem Besuch in Köln von meinem Schreiben erzählt und damals (am 08.07.2015) hauptsächlich von der Idee des Kalendariums und der Arbeit am Roman Bessermann gesprochen, der zu dem Zeitpunkt noch den Arbeitstitel Die Kreuzung trug. Die Selbstgespräche sind zunächst bei Fixpoetry erschienen, jetzt wurden sie alle in einem Band versammelt und sind im Klever Verlag erschienen. Mein Selbstgespräch findet sich zwischen denen von Marcel Beyer und Clemens J. Setz.

Ciudades menguantes / Schrumpfende Städte

Große Freude im Hause K.: Mit Ciudades menguantes, der spanischen Übersetzung von Schrumpfende Städte liegt nun der zweite Gedichtband von Herrn K. auf Spanisch vor. Die Übersetzung besorgte Pablo Jofré, der auch schon Fracasos felices (Glückliche Niederlagen) übertragen hatte. Erschienen ist das Buch nun in einer zweisprachigen Ausgabe bei Amargord Ediciones in Madrid, in der Reihe Fragmentaria, die der Dichter Luis Luna herausgibt.

Übersetzungen aus dem Griechischen

Für den Versopolis beim Hausacher LeseLenz sind neue Übersetzungen aus dem Griechischen entstanden. Es sind zehn Gedichte von Yorgos Alisanoglou, die Herr K. zusammen mit Wassiliki Knithaki übersetzt hat. Und in der ersten Nummer von Transletter, einer Zeitung zum Übersetzen von Ausreißer, Lichtungen und Perspektive ist das Gedicht Der Krieg kommt von Jazra Khaleed im Original und Übersetzung abgedruckt worden. Eine Übersetzung des Langgedichts Requiem für Homs von Khaleed ist in Arbeit.