Neuigkeiten von Bessermann (2)

Nach der gelungenen Generalprobe in der Neusser Galerie amschatzhaus am Wochenende, bereitet sich Bessermann auf seine Kölner Premiere im Literaturhaus vor (11. April, 19.30 Uhr). Ein Leseexemplar ist schon da, hoffen wir, dass die Lieferschwierigkeiten bis zur Premiere behoben sind und erste Exemplare auf dem Büchertisch liegen werden. Die Berliner dürfen sich auf die Book Release am 25. Mai in der Lettrétage freuen. Weitere Lesungen in Aachen und Bonn sind bereits geplant.

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Neuigkeiten von Bessermann (1)

Bald gibt es hier Neuigkeiten von Bessermann. Bessermann ist die Hauptfigur des gleichnamigen Romans, der am 1. April erscheinen wird. Ein traumatisierter Kriegsreporter, der zurückgekehrt ist von den Krisengebieten dieser Welt und sich jetzt schwertut, wieder das ganz gewöhnliche Leben zu führen. Er zieht sich zurück, beobachtet seine Umgebung, spürt der gegenwärtigen Paranoia nach und wird nach und nach in die Lebenswelten seiner Mitmenschen hineingezogen.

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Kalendarium #3

Mit Kalendarium #3, dem Band mit Gedichten für den März, setzt Herr K. seinen Kalendarium-Zyklus fort, der seit 2015 in der parasitenpresse erscheint. Es beinhaltet 31 Gedichte und vier Polaroid-Collagen des Autors. Das Lektorat besorgte diesmal Georg Leß. Das Umschlagkonzept stammt wie immer vom Kölner Graphikbüro Kikkerbillen.

04.03. [Kanadagänse]
*
Kanadagänse vermehren sich, hocken am Ufer, reißen Gras
Kanadagänse stehen in Gruppen, lassen keinen passieren, filzen
Kanadagänse werden bald regieren
*
bald werden wir alle Gras reißen und Passanten filzen
wir werden eine Runde über den Park fliegen und dann wassern
wir werden stolze Kanadagänse sein
*
leg dich nicht mit uns an

Adrian Kasnitz: Kalendarium #3. Gedichte, 44 Seiten, Preis: 10,- € – ist ab sofort lieferbar

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Neues Jahr, neue Texte

Zum neuen Jahr ist in der Wiener Edition Das fröhliche Wohnzimmer eine Lyrik-Anthologie erschienen, die einen Wunsch im Titel trägt: Eine andere Welt ist möglich. Der Herausgeber Fritz Widhalm bat die Dichter+innen um mindestens drei Gedichte in unterschiedlichen Gedichtformen. Vom Akrostichon bis zum Zahlengedicht waren zehn verschiedene Herangehensweisen, ein Gedicht zu schreiben, erlaubt. Herausgekommen ist eine schöne Sammlung ungleicher Gedichte (wie der Untertitel sie nennt) mit drei neuen Beiträgen von Herrn K.

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Reise, Chile, Furia del libro

Der zweite Teil meiner Reise führte mich per Bus von Buenos Aires nach Santiago de Chile. Es ging stundenlang durch die Pampa, dann an der Universitäts- und Weinstadt Mendoza vorbei hoch in die Anden. Die Grenzstation liegt auf ca. 3500 m und wird vom Aconcagua, dem höchsten Berg Südamerikas (6962 m) überragt.

Im sehr zentral gelegenen Santiagoer Kulturzentrum GAM fand nun zum 10. Mal die Furia del libro statt, eine viertägige Buchmesse unabhängiger Verlage. Gegründet von einem Zusammenschluss mehrerer Editionen nehmen mittlerweile ca. 150 Aussteller teil, die  Romane und viel Lyrik aber auch Graphic Novels und Comics verlegen. Mein chilenischer Verlag Ediciones Das Kapital ist einer dieser Gründungsverlage und hatte mich eingeladen, mein Buch Fracasos felices dort vorzustellen. Aus deutscher Perspektive ist diese unabhängige Buchmesse aus zwei Gründen von besonderer Bedeutung: Zum einen ist mir – in dieser Größenordnung – keine von den Verlagen selbstorganisierte Buchmesse in Deutschland bekannt. Zum anderen erfreute sie sich über alle Tage einem sehr regen Zuspruch. Das Publikum strömte herbei, weil die Bücher ohne Buchpreisbindung direkt vom Verlag deutlich billiger zu haben waren als in den Buchhandlungen. Außerdem gab es ein Rahmenprogramm mit Lesungen, Autoren-Gesprächen, Workshops und Konzerten. Das Publikum war jung, an neuer Lyrik und Prosa sowie linksgerichteter Politik und Geschichte interessiert – so dass eine sehr angenehme Atmosphäre vorherrschte, die zu Gesprächen einlud. Meine Lesung und das anschließende Gespräch fanden dann im deutsch-spanisch-englischen Mischmasch statt. Als einzigem europäischen Vertreter wuden mir meine beschränkten Sprachkenntnisse nachgesehen. Rund um die Buchmesse traf ich auf sehr freundliche und neugierige Dichterkollegen, die an einem Austausch sehr interessiert sind. Wer weiß, welche Projekte sich in der Zukunft daraus entwickeln. Meinen Begegnungen in Südamerika werden weitere literarische Korrespondenzen folgen.

Zum Schluss ein Gedicht des in Valparaíso lebenden Dichters Enrique Winter (in meiner Übertragung):

Glättet die Fuchsschwanzschwingen

mit Nägeln im Gefieder

*

und verschenkt sie

bei diesem Candlelightdinner

*

dann die rote

Schwellung der Scheide

und der Klinge

*

das eingerissene Tuch